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In meiner Praxis der Verräumlichung von Sprache wird der jeweilige Text durch die geometrische Form bzw. die Bewegung gebrochen und in einen anderen Bedeutungsraum transformiert. Es werden innerhalb eines geometrischen Körpers widersprüchliche Ansichten von erfundenen und/oder gefundenen (zitierten) Quellen abgebildet. So entstehen Objekte, die die Vielschichtigkeit von Sprache komprimieren bzw. ihre Dualismen deckungsgleich abbilden und teilweise animieren. Gerade die Präsentation von Arbeiten, die sich mit der Herkunft sowie Verwendung von Allgemeinplätzen beschäftigen, begreife ich als Anregung, sich – im Sinne der Einfachheit und Direktheit – im alltäglichen Umfeld zu reflektieren und positionieren.

In meinen Textarbeiten sehe ich die Möglichkeit, semantische Doppeldeutigkeiten in Raum- und Ortsbezüge zu übersetzen, um damit eine festgesetzte Lesart zu umgehen. Geometrie und Raum begreife ich als eine "Welt"-Konstruktion im Modell der Mathematik und der Sprache zwischen Bedeutung und Nicht-Sinn. Die Doppeldeutigkeit, insbesondere der deutschen Sprache, nutze ich, um Übergänge zu anderen Bedeutungsräumen zu schaffen und der Arbeit ein verflochtenes System aus wahr/falsch, neu/alt und gleich/ungleich zugrunde zu legen.

Im Gesamtaufbau einer Präsenatation stelle ich inhaltliche Bezüge her, die wie ein Rollenspiel Entscheidungen ermöglichen, so dass ein Betrachter die Möglichkeit erhält, frei von diktierten Lesarten eigene Interpretationen zu fassen. Häufig greife ich vordergründig anspruchslose und banale Textpassagen und -fragmente auf. Konstruktion von Sinn wird mit Destruktion desselben abwechseln.

Bewusst sollen die Objekte selbstgebauten Charakter behalten, um die Nachvollziehbarkeit, gleich eines Selber-Machen-Könnens, zu bewahren. Damit forciere ich eine dekonstruierende Lesart, die auf die Sichtbarmachung von Sinnhaftigkeit als kontigenter Erfahrung abhebt. Ein wichtiges Moment der Textarbeiten liegt im zeitlichen Zusammenfallen von Phasen des Widersprüchlichen, die letztlich auch eine historisch-politische Dimension berühren.

Text: Jirka Pfahl/ Daniela Stöppel, im Herbst 2010







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Jirka Pfahl (m) *1976
STUDIO LEIPZIG


exhibitions/ group-exhibitions
2013
	»Back to back« with Dag, Laden für Nichts temporär, Berlin
	»Biathlon« with Dag, inbox93, Leipzig
	»Words for window« SCHAU-Fenster, Berlin (G)
	»Hotel Moscow« @artplay, Moscow, RU (G)
2012
	»FIN DES SIÈCLES« Centre for Contemporary Art Latvia ,Riga, LV (solo)
	»schwarz/ weiss Symmetrie« kunstraum muenchen, Munich (solo)
	»COLORAMA« Galerie Christian Pixis, Munich (solo)
	»Eyeliner« Eigenheim Galerie, Weimar (G)

2011
	»over and out« glue @ SCHAU-Fenster, Berlin (cur)
	»Wir belohnen Sie« Kunstraum Ortloff, Leipzig (G)
	»Attending« Salon4, EEG Leipzig, Leipzig (G)
2010 
	»SNU« Raum 107, Galerie für Zeitgenösische Kunst, Leipzig (solo)
	»Salsa« Galerie der Künstlervereinigung Dachau, Dachau (solo)
	»Heiter bis wolkig« Galerie der Künstler, Munich (G)
	»Manipularis« with Ronny Szillo Galerie b2_, Leipzig (G)
2009 
	»it's all cool« Galerie Christian Pixis, Munich (solo)
	»Wir Ihr Sie« Kunsthaus Erfurt (solo)
2006
	»Mayhem - Das "Wir-machen-den-Weg-frei" - Prinzip« Galerie Asim Chughtai, Berlin (solo)
	»PDP« with Dag, PS Projectspace, Amsterdam, NL
	»after the gold rush« with Mark Hamilton, glue, Berlin
2005
	»Rebreak« Laden für Nichts, Leipzig (G)
2004
	»Ich war ja jetzt in New York« glue, Berlin (solo)
2001
	»great luxurian cars« Geovà Atelier, New York City, USA

performances:
2013
	»BaDing :|| ocurrency @ words for window« SCHAU-Fenster, Berlin
2011
	»BaDing :|| ocurrency« Kunstraum Michael Barthel, Leipzig
2009
	»Gesamtkunstwerk#1« with Asim Chughtai,Centraltheater Leipzig, Bühne Skala, Leipzig
	many other performances in cooperation with Hobbyshop and Porschismus


exhibitions with Lubok Verlag, Leipzig
	»Lubok in Mexiko«
		Centro Cultural Clavijero, Morelia, Michoacan, Mexico, 2013
		Capilla del Arte (UDLAP), Puebla, Mexiko, 2012
		Museo Nacional de la Estampa, Mexiko-City, Mexiko, 2012
	»Lubok Druckgrafik und Künstlerbücher« Kulturbahnhof Eller, Düsseldorf, 2012
	»Lubok Künstlerbücher aus Leipzig« Museum Stadt Reutlingen, 2011
	»Grafik aus Leipzig« Lubok im Kunstverein Essenheim, 2010
	»Lubok« Galerie Lyonel Feininger, Quedlinburg, 2010
	»Lubok im Museum« Museum der bildenden Künste, Leipzig, 2009


exhibitions with artists's collective Porschismus:

	»Deal with it« Galerie Duplex, Sarajevo, 2011
	»DIY« C.Rockefeller, Dresden, 2011
	»America Offline« Porschismus The Album, Gartenhaus der Kunst, Munich, 2010
	»Porschismus Kunstpreis« Essential Existence Gallery, Westwerk, Leipzig, 2010
	»Porschismus #5« Spinnereigelände, Spinnerei, Leipzig, 2010
	»Pfandflaschenausgabe« Freiwilligentreff, Berlin, 2009